Der Übergang zur elektronischen Akte markiert einen grundlegenden Wandel für die Schweizer Justiz. Er verändert nicht nur Prozesse, sondern auch die Zusammenarbeit innerhalb der Justizbehörden. Das Workshop-Modul «Kultur neu denken» nutzt diesen Wandel als Chance, die Zusammenarbeit zu stärken, ein gemeinsames Wir-Gefühl zu fördern und die Organisation zukunftsgerichtet weiterzuentwickeln.
Mit der E-Akte verändert sich der Arbeitsalltag grundlegend: Die physische Sichtbarkeit von Akten und Arbeitslasten nimmt ab, während digitale Formen der Zusammenarbeit an Bedeutung gewinnen. Umso wichtiger wird es, neue Wege der Kooperation zu entwickeln und ein gemeinsames Verständnis für gute Zusammenarbeit zu schaffen. Das Workshop-Modul «Kultur neu denken» richtet sich daher an Justizbehörden, die den Wechsel zur elektronischen Akte auch für ihre kulturelle Weiterentwicklung nutzen möchten.
Im Workshop kommt die Methode Appreciative Inquiry (AI) zum Einsatz. Sie richtet den Blick auf das, was bereits gut funktioniert, und bezieht die Erfahrungen der Mitarbeitenden gezielt ein. Darauf aufbauend entstehen konkrete Ideen für den digitalen Arbeitsalltag und für ein stärkeres Miteinander. Gleichzeitig kann der Prozess dazu beitragen, Identifikation und Effizienz zu fördern und die Justizbehörde nach aussen als moderne und zukunftsgerichtete Organisation sichtbar zu machen.
Die konkrete Ausgestaltung wird auf die jeweilige Justizbehörde abgestimmt. Durch vorbereitende Arbeiten lässt sich der Präsenzaufwand kompakt halten. Je nach Grösse der Organisation und Anzahl der Teilnehmenden kann der Workshop an einem Halbtag oder flexibel in zwei Einheiten von je rund zwei Stunden durchgeführt werden. Die Teilnehmenden profitieren auf mehreren Ebenen:
Räumlichkeiten sowie die Verpflegung während der Pause werden durch die Justizbehörde organisiert.
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