01.05.2024

Plattform justitia.swiss ist bereit für die Pilotierungen

Staatsanwaltschaft Freiburg geht als Erste an den Start!

Seit anfangs 2023 wurde sie entwickelt und erfolgreich auf Herz und Nieren getestet, die Administratoren von Justitia 4.0 durch den Verantwortlichen für die Informationssicherheit (CISO) authentifiziert – jetzt ist die Grundversion der Plattform justitia.swiss, das Justitia 4.0 Betriebsteam und der Helpdesk unseres Betriebspartners ELCA bereit für die Pilotierungen.

Ziele der Pilotierungen

In der Pilotphase will das Projektteam die folgenden Ziele erreichen:

  • Erprobung der Grundversion der Plattform justitia.swiss im rechtsgültigen Praxisbetrieb.
  • Erfahrungen sammeln in der praktischen Anwendung der Plattform, d.h. die Funktionalitäten, die Praxistauglichkeit sowie die Auswirkungen auf die Arbeitsweise der Anwenderinnen und Anwender werden in der Praxis erprobt. Beispielsweise kann die Plattform aktuell Dateien bis maximal 100 MB übermitteln. Im Pilotbetrieb soll ermittelt werden, um wie viel diese Begrenzung bei einer Übermittlung von Beweismitteln erhöht werden sollte. Oder es soll geklärt werden, wie viel Schulung die Anwenderinnen und Anwender benötigen, um die Plattform optimal nutzen zu können. 
  • Die Erkenntnisse fliessen in die Weiterentwicklung der Plattform sowie in die Planung des schweizweiten Rollouts und der Transformation ein. Rückmeldungen werden dem Team Ansporn sein, die Plattform weiter zu verbessern, damit sie bei der schweizweiten Einführung des Regelbetriebs ein effizientes und benutzerfreundliches Arbeiten erlaubt.

Die rechtliche Grundlage für den Pilotbetrieb bildet die Verordnung vom 18. Juni 2010 über die elektronische Übermittlung im Rahmen von Zivil- und Strafprozessen sowie von Schuldbetreibungs- und Konkursverfahren (s. insbesondere Art. 13 a VeÜ-ZSSV), da das Bundesgesetz über die Plattformen für die elektronische Kommunikation in der Justiz (BEKJ) noch nicht in Kraft ist. Dies bedeutet auch, dass Dokumente weiterhin elektronisch signiert werden müssen. 

 

Erster Pilot mit der Staatsanwaltschaft Fribourg

Der öffentliche Verkehr Fribourg (Transports public fribourgeois/TPF) wird künftig ihre Strafanzeigen aufgrund der Benutzung ihrer Verkehrsmittel ohne gültiges Ticket (Schwarzfahren) über die Plattform "Justitia.Swiss" der Staatsanwaltschaft zustellen. Aktuell wird dies per Post oder Email gemacht. HIS/sicap hat für den medienbruchfreien und sicheren Datenaustausch einen neuen Standard geschaffen.

Mehr dazu erfahren Sie hier:

27.06.2023 - Eine elektronische Strafanzeige für rund 400 ÖV-Betriebe und Behörden | Überblick | HIS - Kompetenzzentrum für die digitale Transformation in der Strafjustiz (his-programm.ch)

27.02.2024 - Sicap führt die elektronische Strafanzeige im öffentlichen Verkehr ein | Überblick | HIS - Kompetenzzentrum für die digitale Transformation in der Strafjustiz (his-programm.ch)

Fabien Gasser, Generalstaatsanwalt des Kantons Freiburg und treibende Kraft hinter dem Piloten freut sich:  «Dank der digitalen Übermittlung der rund 3000 Strafanzeigen pro Jahr müssen wir die Daten nicht mehr manuell in unseren Systemen erfassen. Sie werden direkt eingelesen und implementiert und können anschliessend von unseren Mitarbeitenden weiterverarbeitet werden. Das spart viel Zeit.

Die Zusammenarbeit zwischen unserem Kompetenzzentrum für Digitalisierung, dem HIS- Projektleiter und den Mitarbeitenden von Justitia 4.0 im Vorfeld war ausgezeichnet und die Unterstützung sehr geschätzt. Gemeinsam können wir einen grossen Schritt in die digitale Zukunft der Schweizer Justiz machen.»

Ziele der Pilotphase

Patrick Münch, Projektleiter Plattform äussert sich zu den Zielen der Pilotphase.

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