Was sind "Sandboxes"?

«Sandboxes» sind kleinere produktive oder produktionsnahe Piloten in einzelnen Kantonen respektive einzelnen Gerichten oder Staatsanwaltschaften, mit denen die Benutzerfreundlichkeit, die Gesetzeskonformität, die technische Machbarkeit und die administrativen Prozesse der zukünftigen Anwendungen schon zu einem frühen Zeitpunkt getestet werden können. Die Anwendungen haben zu diesem Zeitpunkt eingeschränkte Funktionalitäten. Je nach Fragestellung kann sich eine «Sandbox» auch auf eine Konzeptstudie oder einen Prototypen beschränken
Die «Sandboxes» tragen wesentlich dazu bei, das Projektrisiko zu minimieren.

Abgrenzung

Die Registerverwaltung (Strafregister, Handelsregister, Zivilstandsregister usw.), die aussergerichtlichen Verfahrensschritte bei Schuldbetreibungs- und Konkursverfahren sowie die Verwaltungsverfahren bei Bund und Kantonen sind nicht Bestandteil des Projektes Justitia 4.0.

Grundlagen

  • Beschlüsse (Schaffung einer gesetzlichen Grundlage, Projektskizze eJus2020) der Herbstversammlung 2016 der KKJPD in Anwesenheit der Vorsteherin EJPD, des Bundesgerichtspräsidenten und des Bundesanwalts.
  • Übereinkunft vom 25.8.2016 von Bundesgericht (BGer), der Konferenz der kantonalen Polizei- und Justizdirektorinnen und -direktoren (KKJPD), der Bundesanwaltschaft (BA), dem Schweizerischen Anwaltsverband (SAV) und dem Programm Harmonisierung der Informatik in der Strafjustiz (HIS),
  • Beschlüsse der Justizkonferenz vom 21.10.2016 (sechs Grundthesen)