Masterplan

Der Masterplan gibt eine Übersicht über die inhaltliche und zeitliche Strukturierung des Vorgehens und zeigt die wichtigsten Abhängigkeiten. Er bildet gleichzeitig die Grundlage, die verschiedenen Teilprojekte vertiefter zu planen und anzugehen.

 

 

  • In der Periode 2018-2020 fand die detaillierte Erhebung der Anforderungen statt. Dazu wurden verschiedene Fachgruppen und Begleitgruppen etabliert, welche die Projektarbeiten unterstützten.
  • In den Jahren 2019-2020 wurden mehrere «Sandboxes» umgesetzt. Dies sind Gefässe, um Prototypen oder produktionsnahe Pilotvorhaben umzusetzen.
  • Im Juli 2021 fand der Start der WTO-Ausschreibung statt. Dabei wird je ein Entwicklungs- Betriebspartner für die Plattform Justitia.Swiss bestimmt. Die Ausschreibung umfasst zwei Lose. Die Erfahrungen aus den «Sandboxes» flossen in die Ausschreibung mit ein. Die Zuschläge werden im 2022 erteilt.
  • Die Umsetzung und der schweizweite Rollout sind in mehreren Iterationen für die Jahre 2023 – 2026 geplant.

Eine wichtige externe Abhängigkeit stellt der laufende Gesetzgebungsprozess dar. Die geplante Gesetzgebung wird die Verwendung der eJustizakte und die papierlose Aktenführung in der Justiz – mit gewissen Ausnahmen – für obligatorisch erklären.
Der Masterplan wird von Zeit zu Zeit Änderungen erfahren.

2. Nationaler Justitia 4.0 Tag

Nach dem Kick-off vom Februar 2019 war der hybride Nationale Event vom 4. November 2021 in Bern der zweite Nationale Justitia 4.0 Tag. Er wurde von rund 300 Teilnehmenden aus den Justizbehörden und der Anwaltschaft verfolgt. Das Projektteam informierte über den Stand des Projektes sowie die Bedeutung des digitalen Wandels und wies insbesondere auf die Eigenleistungen hin, welche die Justizbehörden leisten müssen, damit das Projekt erfolgreich umgesetzt werden kann. Neben den Ausführungen von Armin Horn, Vizepräsident des Verwaltungsgerichts Sigmaringen (Baden-Württemberg), der bereits heute voll digital arbeitet, stiess insbesondere der Einblick in die laufenden kantonalen Digitalisierungsprojekte auf grosses Interesse.

Ausschreibung der Plattform "Justitia.Swiss" im Juli 2021 lanciert

Nach gut zwei Jahren Konzeptarbeit lanciert das Projekt Justitia 4.0 die Ausschreibung der Plattform «Justitia.Swiss» und macht damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung der Digitalisierung der Schweizer Justiz. Über die Plattform «Justitia.Swiss» werden in Zukunft die elektronische Kommunikation und die Akteneinsicht erfolgen. Für die Ausschreibung wird ein selektives, zweistufiges Verfahren praktiziert. Gemäss der aktuellen Planung sind die Zuschläge dazu im ersten Quartal 2022 vorgesehen.

Vorarbeiten zur Entwicklung der Plattform "Justitia.Swiss"

Bei der Entwicklung der Plattform wurden zahlreiche Vorarbeiten geleistet.

Industrietag am 17. Februar 2021

Im Vorfeld der WTO-Ausschreibung der Justizplattform „Justitia.Swiss“ fand am 17. Februar 2021 ein Industrietag statt.

Fachgruppenplenum III: Sandboxes und ein Blick über die Grenze

Die Arbeiten am Aufbau der Plattform Justitia.Swiss laufen seit rund zwei Jahren. Am 18. November 2020 fand das dritte Fachgruppenplenum als hybrider Event statt. Während sich die Referenten im KKL versammelten, schalteten sich die Fachgruppenmitglieder online zu. Dabei wurden die Arbeiten der Fachgruppen, die Ergebnisse der Sandboxes sowie die Analysen des elektronischen Justizarbeitsplatzes von Österreich und Baden-Württemberg vorgestellt.

Konzeptphase 2019-2020: Sandboxes und Analyse von digitalen Justizarbeitsplätzen

Seit dem Kick-off anfangs 2019 befindet sich das Projekt Justitia 4.0 in der Konzeptphase. In dieser Zeit wurden unter anderem mit verschiedenen Sandboxes (produktionsnahe Piloten) getestet, wie beispielsweise bestehende IT-Landschaften der Kantone mit der Plattform verknüpft werden können bzw. wie Mitarbeitende der Justizbehörden und verfahrensbeteiligte Personen (Anwälte/Anwältinnen, Geschädigte) Zugang zur Justizplattform Justitia.Swiss erhalten können, um Dokumente zuzustellen oder einzusehen. Ebenfalls wurde der Aktenaustausch zwischen Staatsanwaltschaft und Gericht abgebildet und getestet. So konnten Erfahrungen im Hinblick auf die Benutzerfreundlichkeit, Machbarkeit, Gesetzeskonformität oder die administrativen Prozesse gemacht werden. Gleichzeitig ging der Blick ins Ausland nach Österreich und Baden-Württemberg, wo der elektronische Justizarbeitsplatz bereits eingeführt ist. Das Projekt geht mit der Ausschreibung der Plattform im ersten Quartal 2021 in die Umsetzungsphase.

 

Die Fachgruppen beginnen mit ihren Arbeiten im Frühling 2019

Die von den Fachgruppen behandelten Themen entsprechen den Basiselementen des Projektes Justitia 4.0. Es sind dies unter anderem:

eJustizakten-Applikation (JAA)

Austauschplattform „Justitia.Swiss“

Kommunikation und Transformation

Recht

Einführungstag Fachgruppen

Am 28. März 2019 war es endlich soweit: Wir konnten mehr als 100 Fachgruppenmitglieder persönlich in Lausanne begrüssen. Das Bundesgericht stellte die Infrastruktur für den Anlass zur Verfügung.

Kickoff Event vom 14. Februar 2019

Unter dem Motto «Damit der Weg zum Recht nicht mehr über Papierberge führt» haben wir am 14. Februar 2019 den nationalen Kickoff des Projekts Justitia 4.0 durchgeführt.